Leistungen & Kursinhalte
Ein vollständiger Überblick über alle Themen, die Sie in unserem Kurs erarbeiten.
Teleskoptypen im Vergleich
Der Markt bietet eine Vielzahl von Teleskopen, und die Unterschiede sind nicht nur optischer Natur. Refraktoren nutzen Linsen und erzeugen kontrastreiche Bilder für Planeten und Mond. Reflektoren (Newton, Dobson) bieten bei gleichem Budget oft mehr Öffnung und eignen sich für flächige Deep-Sky-Objekte. Katadiopter wie SC- und Maksutov-Teleskope kombinieren Spiegel und Linsen in kompakter Bauform.
Im Kurs untersuchen wir die optischen Kenngrößen: Öffnung, Brennweite, Öffnungsverhältnis und Auflösungsvermögen. Sie lernen, welche dieser Werte für Ihre Beobachtungsziele entscheidend sind. Praktische Vergleichsbeobachtungen zeigen die Unterschiede direkt am Objekt.
- Refraktor, Newton, Dobson, SC, Maksutov
- Optische Grundgrößen verstehen
- Okulartypen und Zubehör
- Kollimation und Justage
Montierungen & Nachführung
Die Montierung ist das Herzstück einer Sternwarte. Eine ungeeignete oder schlecht eingestellte Montierung macht selbst das beste Teleskop unbrauchbar. Azimutale Montierungen sind einfach zu handhaben, für Langzeitfotografie aber ungeeignet. Parallaktische Montierungen ermöglichen die Nachführung der Erddrehung, setzen aber eine korrekte Polausrichtung voraus.
GoTo-Systeme mit Computersteuerung vereinfachen das Auffinden von Objekten erheblich, erfordern jedoch ein korrektes Alignment-Verfahren. Wir behandeln alle gängigen Montierungstypen, die Einrichtung von GoTo-Systemen und die Polausrichtung mit Polarfernrohr und Drift-Methode.
- Azimutale und parallaktische Systeme
- GoTo-Montierungen einrichten
- Polausrichtung Schritt für Schritt
- Nachführgenauigkeit für Fotografie
Standortwahl nach Lichtverschmutzungskarten
Lichtverschmutzung ist einer der größten Faktoren für die Qualität astronomischer Beobachtungen. Die Bortle-Skala beschreibt neun Stufen der Himmelsdunkelheit, von der Klasse 1 (absolut dunkler Landhimmel) bis Klasse 9 (innerstädtischer Himmel). Die meisten deutschen Stadtbewohner befinden sich auf Bortle 7 bis 8.
Online-Werkzeuge wie die Light Pollution Map und das Naked Eye Stars-Projekt zeigen kartografisch, wo dunkle Himmelsgebiete erreichbar sind. Wir erarbeiten gemeinsam, wie diese Karten interpretiert werden, welche Zusatzfaktoren (Horizontfreiheit, Feuchtigkeit, Thermik) den Standort beeinflussen und wie ein Gartenstandort durch einfache Maßnahmen verbessert werden kann.
- Bortle-Skala und SQM-Messungen
- Light Pollution Map nutzen
- Horizontfreiheit und Blickwinkel
- Seeing und atmosphärische Einflüsse
Astrofotografie mit der Spiegelreflexkamera
Eine handelsübliche Spiegelreflexkamera ist ein leistungsfähiges Werkzeug für die Astrofotografie. Im Kurs beginnen wir mit Weitwinkelaufnahmen der Milchstraße, die ohne Teleskop möglich sind, und arbeiten uns schrittweise zur Prime-Focus-Fotografie durch das Teleskop vor.
Belichtungszeit, ISO-Wert und Bildformat (RAW vs. JPEG) sind die entscheidenden Parameter. Wir erklären, warum viele kurze Einzelaufnahmen oft besser sind als wenige lange Belichtungen, und wie Kalibrieraufnahmen (Flats, Darks, Bias) die spätere Bildqualität verbessern.
- Weitwinkel-Milchstraßenfotografie
- Prime-Focus und Afokalmethode
- Belichtungsparameter optimieren
- Kalibrieraufnahmen erstellen
Bildbearbeitung mit freier Software
Die eigentliche Stärke der Astrofotografie liegt in der Nachbearbeitung. Aus vielen Einzelaufnahmen wird durch Stacking ein rauschärmeres Summenbild erzeugt. Strecken, Farbkorrektur und Gradationskurven holen Details heraus, die in der Rohaufnahme unsichtbar wirken.
Siril ist das zentrale Werkzeug für Stacking und Grundprozessierung. GIMP übernimmt die finale Bildbearbeitung. DeepSkyStacker bietet eine windowsbasierte Alternative für den Einstieg. Alle Programme sind kostenlos und aktiv weiterentwickelt. Der Kurs führt Sie durch einen vollständigen Workflow vom RAW-Import bis zum fertigen Bild.
- Siril: Stacking und Kalibrierung
- GIMP: Feinbearbeitung und Export
- DeepSkyStacker als Alternative
- Vollständiger Workflow erklärt
Beobachtungen an VdS-Fachgruppen melden
Die Vereinigung der Sternfreunde (VdS) ist der größte Astronomie-Verein im deutschsprachigen Raum. Ihre Fachgruppen sammeln und koordinieren Beobachtungsdaten in verschiedenen Bereichen: Meteore, Veränderliche Sterne, Bedeckungsveränderliche, Kometen, Planeten und mehr.
Hobbyastronomen leisten dabei einen echten wissenschaftlichen Beitrag. Regelmäßige Helligkeitsmessungen veränderlicher Sterne oder Meteorbeobachtungen aus vielen Standorten liefern Daten, die professionelle Observatorien alleine nicht abdecken könnten. Wir erklären, wie korrekte Beobachtungsberichte erstellt werden, welche Fachgruppe für welche Beobachtungen zuständig ist und wie die Dateneingabe funktioniert.
- VdS-Fachgruppen im Überblick
- Beobachtungsberichte korrekt erstellen
- Dateneingabe in VdS-Datenbanken
- Vernetzung mit der Astronomen-Community
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